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New York im Plan ist immer geil! Die Stadt ist einfach magisch und weckt den Tatendrang jedes Mal aufs Neue. Klar, so manch einer sagt jetzt vielleicht, irgendwann wird doch alles langweilig (manche Kollegen zum Beispiel) aber dafür muss ich vielleicht noch 300 weitere Tage dort verbringen – na gut, machen wir 3.000 draus. Und auch dann glaube ich nicht, dass ich auch nur annähernd alles gesehen habe.

Flug

Besonders dieses Layover wird mir in Erinnerung bleiben. Alleine der Flug über den Teich war außergewöhnlich. Mit dem zweiten Purser bin ich schonmal geflogen – ich wusste also dass der Chef cool sein wird, doch auch unsere P1 war witzig und besonders nett. Die Kombination ist relativ selten. Auch die Crew ansich war prima. Nur die im Cockpit, die gehörten zur seltsamen Sorte. Tatsächlich bin ich mit beiden schon geflogen, vielleicht lag es aber an der Kombination. Glücklicherweise hatte ich mit beiden nicht wirklich viel zu tun – als Galleymaus für die untere Küche kommt man recht selten in Kontakt mit der Front. Galleymäuse sind übrigens immer diejenigen, die sich während dem Flug um die Küchen kümmern müssen und davon gibt es auf der 747-800 vier Stück. In meiner Galley habe ich vier Kollegen, um die ich mich kümmern muss. Ich richte Ihnen die Eindeckwägen, stelle Nüsse, Vorspeisen und die heißen Hauptgänge bereit und sorge dafür, dass die Kollegen immer alles greifbar haben um ihre Gäste schnellstmöglich bedienen zu können und dass die Brotkörbe steht’s gefüllt sind. Wir Deutschen lieben Brot und besonders ich bin sehr dankbar dafür, dass wir davon immer so viel haben. Vegan sein bedeutet, dass man sich entweder selbst versorgen muss, ein Special Meal übrig bleibt (was oft passiert) oder man ein halbes Dutzend kleine Brötchen verhaftet, so wie ich das in der Regel mache. Ersteres wäre mit Sicherheit die gesündeste Lösung, aber dafür bin einfach nicht geschaffen. Zumal ich genau wüsste, dass ich letzten Endes wohl doch aufs Brot zurückgreifen würde und womöglich mein eigenes Essen in der Dose wegschimmeln würde.

New York City

Der Flug dauerte diesmal recht lange, doch 8 Stunden später landen wir am Ziel. Wir gehen gemeinsam durch die Immigration und zum Crew Bus und fahren nach Brooklyn ins Hotel. Dort trennen sich dann unsere Wege bis wir uns am nächsten Tag pünktlich zum Pick-up wieder vorm Bus treffen. Für mich geht es direkt unter die Dusche und dann ins Bett. Ich stehe lieber früh auf und schließe mich recht selten (bis nie) dem Feierabendbier an. Wer früh aufsteht wird nämlich mit leeren Straßen und Sehenswürdigkeiten belohnt und so bin ich pünktlich um 6 Uhr schon auf der Brooklyn Bridge und schlendere nach Manhattan. In der Regel trifft man hier abgesehen von einigen Joggern keinen Menschen. Heute ist das aber anders. Gleichgesinnte treiben ihr Unwesen und mit zweien komme ich sogar ins Gespräch. Die beiden schießen hier ein Editorial mit einem verliebten Pärchen und beobachten mein blitzschnelles Selfiegame.

Ich spaziere weiter, trinke meinen ersten Kombucha des Tages und stolpere in meine Lieblingsstraße. Um die Ecke liegt das Nomo Soho Hotel – von einem Aufenthalt dort kann ich nur träumen, aber alleine der Anblick vom Vorgarten und die Vorstellung reicht – immerhin bin ich ja in New York und theoretisch ist mir auch egal, wo ich untergebracht bin. Trotzdem sieht es schön aus. Meine kleine Wanderung führt mich vorbei an Little Italy direkt zum Urban Backyard Café das mir drei Tage zuvor von Instagram vorgeschlagen wurde. Gruselig aber wahr, und tatsächlich bin ich auch dafür sehr dankbar – der Kaffee war nämlich super, das Café denkt nachhaltig und ich hatte ein nettes Gespräch mit einem jungen Kerl aus München, der hier in New York gerade sein erstes Fitness Studio eröffnet und ein eigenes Workout Equipment entwickelt hat. Verrückt was andere so mit 23 schon erreichen. Naja, ich verabschiede mich wieder und laufe weiter bis mich der Hunger überkommt.

Theoretisch lande ich in dem Moment direkt vor einem super süßen Innenhof, der mexikanische Spezialitäten serviert. Jetzt im Nachhinein bereue ich meine Entscheidung, aber ich laufe die Straße weiter runter und keine 5 Minuten später bediene ich mich am Buffet bei Whole Foods. Wie immer… man hat eben doch so seine Gewohnheiten und meine ist definitiv dieser Supermarkt. Ich glaube ich war noch nie nicht dort.

Mittlerweile ist aber auch schon wieder 3 Uhr und in 4 Stunden ist der Spaß wieder vorbei. Also laufe ich zurück – doch der Rückweg ist nicht ganz so ruhig und idyllisch – mittlerweile sind die Touristen unterwegs – die Brooklyn Bridge ist voll und ich verschwitzt. Es ist doch heißer als gedacht, deshalb führt mich mein Weg wieder ins Hotel. Ich ziehe mich um und springe direkt wieder raus. Meine Mama hat mir beauftragt eine Kleinigkeit für den Zuwachs der Familie mitzubringen, also mache ich mich auf den Weg zu Target und werde fündig. Mit 10 LÄRA Bars, 4 Stramplern und einem Shirt für meinen Papa im Gepäck mache ich mich wieder auf den Weg zurück und werfe mich in meine Uniform. Es geht wieder heim.

CIAO NEW YORK.

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