Vom Airport nach Downtown Seattle

Nach 9 Stunden Flug kommen wir endlich in Seattle an. Mit viel Geduld haben wir es nach 2 Stunden dann auch durch die Einreisekontrolle geschafft

Das Abenteuer kann beginnen. Obwohl, noch nicht ganz, denn kaum an den Koffern tausche ich erstmal meine hohen Schuhe gegen meine Standardlatschen – wenn wir privat mit Lufthansa fliegen sollen wir uns nämlich schicker anziehen. Aber damit ist spätestens jetzt Schluss!

Falls du demnächst auch in Seattle landen solltest und noch nicht weißt, wie du in die Stadt kommen sollst, dann wird’s jetzt interessant. Man braucht nämlich weder ein Uber, Taxi noch muss man sich mit dem Bus in den Stau stellen, oder einen Transfer im Voraus buchen. Kann man natürlich machen – wer länger brauchen möchte und mehr Geld dafür ausgeben will – go for it! Günstiger als die Link Light Bahn für 3-5 $ wird wird es aber kaum gehen.

Ich werde wieder nervös und frage mich – wird es Dominik hier genauso gut gefallen wie mir?

Wir haben es zu unserem Airbnb geschafft, stellen die Koffer ab und machen uns frisch. Es kann losgehen. Endlich darf ich Dominik mein Seattle zeigen und wieder werde ich nervös, denn ich weiß ja schon, dass ich super gerne hier bin. Jetzt muss es nur noch ihm gefallen. Und obwohl wir die besten Voraussetzungen haben – es regnet nicht und die Sonne scheint – und ich eigentlich genau weiß dass er es lieben wird bin ich aufgeregt. Eventuell ist die innere Unruhe aber auch der Müdigkeit geschuldet. Immerhin sind wir jetzt doch schon ganz schön Lange wach. In dem Apartment zu bleiben ist aber absolut keine Option – da sind wir uns unausgesprochen einig. Wer mich oder generell meine Familie kennt, der weiß, dass wir Baumanns überall zu Fuß hinlaufen wollen. Und dank Google Maps funktioniert das auch hier im Ausland immer ganz gut. Wenn man den Weg 1x geladen hat, dann braucht man nämlich auch keine Internetverbindung mehr um ans Ziel geführt zu werden.

Fun Fakt: In Seattle gibt es gefühlt mehr Starbucksfilialen als öffentliche Toiletten und jedes Café bietet ein kostenfreies WIFI – man kann sich also schlecht verlieren, auch wenn man sich eventuell mal kurz verlaufen haben sollte.

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In unserem Fall ist das mit dem Verlaufen aber generell unwahrscheinlich, weil wir tatsächlich einfach nur die Straße entlang marschieren müssen um an die Waterfront zu kommen. Das schöne beim Laufen ist zu sehen wie Dominiks Augen von Meter zu Meter mehr zu Leuchten anfangen. Das funkeln in seinen Augen verrät mir recht schnell, dass er es hier wirklich toll findet . Und das schon bevor wir überhaupt an der ersten Attraktion sind. Allein die Bauwerke und Hochhäuser faszinierten ihn – was für mich hieß, dass wir uns einfach treiben lassen können – dass ich mich nicht zu wild machen brauche, da er sowieso jetzt schon überzeugt ist. 

Antique Market Waterfront

Ich selbst lande bei jedem Layover hier, deshalb ist klar, dass wir hier her müssen. Diesmal eben zusammen – da muss er durch. Direkt zum Einstieg vermutlich auch keine schlechte Idee. Ich weiß ja, dass Dominik sich für so Dinge nicht ganz so Begeistern lässt. In der Halle findet man allerlei Schnickschnack aus der Vergangenheit – von Möbeln über Haushaltswaren und Klamotten ist hier wirklich alles – sogar Scoutpatches und Bilder von ehemaligen Hollywood Stars.

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Mit recht wenig Gemecker von Dominik ist der kleine Ausflug hierher überstanden. Das nächste Ziel – Post Alley – zu dem man von hier sehr schnell gelangt.

Post Alley – Gum Wall

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Und da fängt das eigentliche Sightseeing dann auch an. Über die Post Alley kommt man nämlich zur berühmt berüchtigten Gum Wall – Backsteinwände voll mit Kaugummi. Hört sich ekelhaft an. Ist es auch. Was als Toursitenfalle angefangen hat, ist mittlerweile eine wirklich etablierte Attraktion und ein Muss für jeden Besucher. Natürlich knipsen wir hier auch direkt mal ein paar Bilder.

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Aber für heute sollte es das auch mal gewesen sein. Alles andere wollen wir an unserem freien Tag, also morgen machen. Obwohl, einen Programmpunkt gibt es dann doch noch. Wir haben mega Hunger – auf zum Veggi Grill!

Veggie Grill

Klingt erstmal langweilig. Klingt nach Grillgemüse. Fad. Und nach Ketchup. Ketchup gibt es dort tatsächlich – bei Pommes, Burgern und Bratwurst sollte das auch nicht fehlen. Veggie Grill ist eine Vegane Fastfood Höhle, die aber auch gesunde Optionen zu bieten hat. Für uns ist das Gesunde diesmal aber raus. Das haben wir ja noch die ganze Woche im Camper. Heute gibt es Burger und vegane Würste mit einem Fleischersatzprodukt von Beyond Meat. Und tatsächlich ist das alles so lecker und wir anscheinend so ausgehungert, dass wir gerade für drei essen.

Ans nach Hause laufen ist im Anschluss nicht mehr zu denken. Wir gönnen uns ein Uber, dass uns direkt vor der Tür absetzt und wir nur noch die Treppen hoch-  und ins Bett fallen. Für heute solls das gewesen sein. Morgen steht uns ein weiterer Tag in Seattle bevor.

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