52 Lists for Happiness by Moorea Seal

Es wird grau hier in Berlin. Grau, dunkel und nass und das alles macht mich furchtbar müde und meine Gedanken sind zerstreut. Diese Woche haben wir irgendwie fast nur in der Wohnung verbracht, weil ich einfach keine Lust hatte etwas zu unternehmen. Das ist eigentlich echt untypisch für mich, aber ich trauere wohl noch dem schönen Herbst nach und bin nicht bereit mich in warme Kleidung zu werfen um trotzdem permanent zu frieren. Ich mag ja die Idee vom Winter – immerhin habe ich auch bald Geburtstag und dann ist da auch noch der schönste Feiertag im Jahr und direkt danach Silvester – allerdings gefällt mir die Realität nicht so wirklich. Es ist stürmisch – ekelhaft und es wird viel zu früh dunkel. Um von Silvester mal ganz zu schweigen. Aber es gibt trotzdem Dinge, die mir helfen diese düsteren Zeit zu überstehen. Und zwei Dinge davon wurden zum Ritual bei uns – ob Dominik das jetzt will, oder nicht. Da muss er einfach durch!

Das eine wäre Matcha (oder Kaffee – je nachdem) und das andere ist sich kurz Zeit zu nehmen um eine der Listen von „52 Lists For Happiness“ mit unseren Gedanken zu füllen. Jeder für sich natürlich. Einfach um sich selbst darüber im Klaren zu sein, was denn gerade passiert. Oder auch nochmal zu reflektieren, was in der Vergangenheit vorgefallen ist. Das Buch stellt einem jede Woche eine einfache Frage die aber oft nicht so leicht zu beantworten ist. Keine Angst – nicht wie in der Schule früher. Es ist kein Test, aber trotzdem sind die Fragen knifflig und es fällt einem schwer.

Das Ziel dieser Listen ist es sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Um zu lernen, dass das Glück mit einem selbst anfangt. Gerade heutzutage gibt es unzählige Menschen, die sich ins Yoga flüchten, bei Tinder und Co. anmelden, sich in eine Crash Diät stürzen, oder mehr und mehr Überstunden machen mit dem Gedanke dann auch mehr Geld zu bekommen. Und alle haben das gleiche Ziel – wir wollen glücklich sein. Kaum einer versucht bei sich selbst anzufangen. Und das obwohl mittlerweile schon herausgefunden wurde, dass 40% vom aktiven Denken und Handeln – also meiner Einstellung und meinem Verhalten zu schulden kommt und mein Glücklichsein beeinflusst. Tatsächlich haben Familie, Partner, Job und Geld nur 10% damit zu tun, was und wie wir uns fühlen. (50% Gene)

Zudem ist die Autorin der Meinung, dass man auch glücklich sein trainieren kann und vor allem sollte. So wie man übt um irgendwann ein Instrument zu beherrschen, oder eine andere Sprache zu sprechen kann man auch seine Gedanken trainieren. Und nicht die Gedanken an sich, sondern wie sich etwas auf unser Gemüt auswirkt. Denn wenn man glücklich ist, dann sind manche Banalitäten nicht so schlimm wie wenn man generell eher negativ Eingestellt ist. (Wenn mir mein Handy auf den Boden fällt – dann ist das scheiße und doof. Aber es bringt mich nicht um und versaut mir schon 3x nicht den Tag.)

Man selbst ist also die Quelle zum Glück. Das hört sich jetzt erstmal irgendwie ekelhaft an, aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann ist da schon was wahres dran. Ich könnte jetzt noch weitere schmierige Dinge wie „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ und „Das Glück liegt in deinen Händen“ schreiben. Aber ich widme mich jetzt erstmal unserer nächsten Liste.

List the things you are passionate about.

2 Comments

  1. Hallo Nora,
    das klingt ja interessant. Ich bin ja auch fest davon überzeugt, dass unsere Stimmung von uns selbst abhängt, aber manchmal ist es halt einfacher andere dafür verantwortlich zu machen. Aber ich arbeite daran, gerade jetzt als Teenager gibt es da einige Herausforderungen. 😉
    Ich führe auch schon seit einigen Jahren so ein One Line a Day Buch und da man sich dort kurz fassen muss, versuche ich natürlich möglichst die positiven Stimmungen des Tage einzufangen. Ist sehr spannend, wenn man seine eigene Entwicklung so nachlesen kann.
    Das Grau im Moment stört mich auch schon, ich versuche mit bunter Kleidung nachzuhelfen. Ich gehe morgens im Dunkeln und komme im Dunkeln nach Hause, das ist schon etwas frustrierend. Aber mein Dezember ist eigentlich sehr vollgepackt mit musikalischen Events und mein 16. Geburtstag steht auch noch an, also eigentlich alles gut. Ganz sicher nur eine Sache der Einstellung. 😉
    Liebe Grüße
    Charli

    • Hi Charli,

      früher fand ich so Dinge wie Tagebücher total langweilig und doof. Mittlerweile hätte ich ganz gerne etwas von Früher was nicht nur aus Bildern besteht. Natürlich ruft ein Bild auch Erinnerungen wach, aber wenn man seine Gedanken im Teenageralter aufschreibt, hat man mit Sicherheit irgendwann etwas über das man sich noch mehr freut, als nur über einen Moment. Wörter sind doch emotionaler geladen, als ein Bild.

      Bist du also auch so ein Winterkind wie ich! 🙂

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