Vielleicht hat es ja der ein oder andere von euch mitbekommen. Wir haben vor kurzem und einfach so über Nacht unseren Instagram-Account (@dominiketnora) platt gemacht und allen Inhalt gelöscht. Nooooooooo warum denn das? Wir saßen also vor kurzem in einem unserer Lieblingscafés und ich machte eines dieser „Flatlay-Bilder“ (Legebild) – ein Bild das von oben geschossen wird und meist schön arrangierte Dinge auf einem Tisch oder sonst einer Unterlage zeigt. In diesem Fall ging es um das folgende Bild.

Das war dann der Anstoß der ganzen Aktion. Ich habe dirkte beim Kaffee trinken damit begonnen das soeben geschossene Bild zu bearbeiten. Auf meinem Smartphone. Und weil ich in diesem Moment echt Spaß hatte – komischerweise mehr als sonst – hab ich direkt das nächste geschossen und wiederholte den Bearbeitungsvorgang mit diesem neuen Bild.

Mehr und mehr wurde mir klar was ich zu Beginn unseres Vorhabens schon gesagt hatte. Mir ging es darum sowohl für den Blog als auch unseren Instagram-Feed einen einheitlichen Look zu erschaffen. Man nennt das gerne auch ein Theme. Haben wir damals aber unter den Tisch fallen lassen, weil die Priorität auf dem Content lag. Und den galt es zu generieren. Gestört hat es mich persönlich auch nicht wirklich, dass die ganzen Bilder die wir hochgeladen haben mehr oder weniger gar nicht zusammengepasst hatten. Während ich da aber so beim Bearbeiten im Café saß musste ich es dann einfach sagen. Nora – wir brauchen jetzte einen einheiltichen Look – ein Theme. Und so sollte das dann auch sein und zwar auf Grundlage der im Café erarbeitenden Herangehensweise der Bearbeitung.

Und das ist der nächste Punkt über den ich schreiben werde. Über das Wie und mit Was und überhaupt.

Das Rad neu erfinden müssen wir zum Glück ja alle nicht noch mal. Es gibt immer andere die in manchen Sachen einfach schneller sind und von denen man Dinge adaptieren darf sofern sie bereit sind ihr Wissen mit anderen zu teilen. Ganz oft lese ich unter Instagram-Posts Kommentare in denen Leute fragen wie denn das gezeigte Bild bearbeitet wurde und vorallem welche Apps zum Einsatz kamen. Viele dieser Fragen werden dann einfach mal gekonnt ignoriert und manche haben Glück und bekommen zumindest einen Hinweis auf die App. Das ja schon mal ein Anfang. Ich werde im Folgenden dann auch mal primär auf die Apps zu sprechen kommen – aber nicht wirklich auf die einzelnen Parameter bzw Funktionen die diese Apps mit sich bringen. Ich glaube die meisten Dinge bekommt man heraus indem man mit den Einstellungen spielt und landet dann vielleicht zufällig zu einem gewünschten Ergebnis – give it a try!

Die meisten der Bilder die hier im Blog als auch auf unserem Instagram-Feed gepostet werden wurden mit einem iPhone 6s bzw 7 geschossen. Daneben kommt bei uns ebenfalls eine Canon EOS 750D zum Einsatz. Das schöne bei diesem Model ist die Möglichkeit, die Bilder direkt auf das Smartphone laden zu können und damit eine Bearbeitung On The Fly.

Ist das Bild erst mal im Kasten kommen folgende Apps(*) zum Einsatz:

1. FACETUNE

Facetune/Facetune 2 ist eine App die vorwiegend für Portraits und Selfies zum Einsatz kommt um diverse Makel auszubessern und kennen die meisten wohl schon. Haut Glätten, Gesichtszüge verflüssigen, Bereiche aufhellen, Akzente setzen und so viel mehr. Was ich damit mache? Ich helle meistens Hintergründe in Bildern auf. Wenn ihr mich irgendwo sitzen sehen solltet und ich wie ein blöder mit dem Finger über mein Bildschirm wische – ich helle wohl einen Hintergund auf ;). Weiterhin werden bestimmte Bereiche eines Bildes akzentuiert und hervorgehoben. Bei Nora kann das schon mal der Schmuck sein, die Haare, Kopfbedeckung oder Applikationen auf der Kleidung. Ich nutze quasi nur ein Bruchteil dieser App. Bisher zumindest. Wer weiß was kommt 😀 …

Aufhellen in Facetune – Rechts echte Wandfarbe

Weiter gehts dann mit …

2. SNAPSEED

Snapseed – ebenfalls eine bekannte App für Bildbearbeitung aus dem Hause Google. So unfassbar viele Möglichkeiten und dazu noch absolut kostenfrei. Auch hier gehe ich wieder sehr sparsam mit den Optionen um und verwende in der Hauptsache die Feinabstimmung und verbessere Kontrast, Sättigung, Schatten und Wärme bis ich irgendwann das Gefühl habe dass das dann auch passt so wie ich das haben möchte. Ich kann leider nicht genau sagen, wann dieser Punkt erreicht wird. Next Step VSCOCAM.

3. VSCOCAM

VSCOCAM hat sich in letzten Wochen Monaten und sogar Jahren etabliert und hat einen festen Platz als Tool für die Bildbearbeitung und Filterwerkzeuge auf mobilen Endgeräten. Und wo wir gerade bei Sparsamkeit sind. Alles was ich hier noch mache – einen Filter, Preset auf das Bild legen und ein bisschen Finetuning – Sättigung, Kontrast usw.

Das wars dann auch schon. Irgendwie klingt das nach nicht viel – und gefühlt ist das auch wirklich so. Überraschend, dass mit diesem doch geringen Aufwand derartige Ergebnisse erzielt werden können.


Vorher
Nachher

Und dann war da noch … 2 Apps würde ich dann doch noch gerne erwähnen wenn es um ein angenehmes mangen eines Instagram_feeds geht. Wurde selber beim schauen eines YouTube-Videos darauf aufmerksam gemacht und musste direkt mal schauen.

UNUM

UNUM – Design Perfection. Eine App die es ermöglicht deinen Instagram-Feed im Vorfeld zu planen und zu gestalten bevor einzelne Bilder tatsächlich gepostet werden. Das schöne hier – eine Option, Bilder direkt aus der App in den Feed zu Posten und das ganze zusätzlich automatisiert und zeitlich gesteuert! (Es gibt hier natürlich mittlerweile auch einige Apps mehr die einen solchen Leistungsumfang bieten – mir persönlich gefällt aber das Handling und das Design von UNUM am besten).

Tag O‘ Matic

Tag O‘ Matic habe ich gefunden und installiert weil ich auf der Suche nach einer App war die mir anhand eines Suchbegriffs verschiedene dazu passene Hashtags liefert. Das schöne an Tag O‘ Matic ist, dass hier nicht aus einer Offline-Datenbank gesucht wird sondern auf die API von Instagram zugegeriffen wird. Somit ist die Suche meist auf die Trending Hashtags ausgerichtet und liefert feine Ergebnisse!

Zusammengefasst ist das dann meiner Meinung nach total egal wer wie seinen Feed pflegt – ob man ein Theme einen Look oder sonst was entwickelt. Ich für mich und wir für uns haben uns für einen einheitlichen Look entschieden. Am Ende machen wir uns damit ein bisschen mehr Arbeit sind aber dann auch viel zufriedener mit den Ergebnissen und darum geht’s ja auch. Weiterhin habe ich selbst durch meinen Anspruch auch mehr Spass mir Feeds anzuschauen die ein durchdachtes Konzept fahren. Ist halt definitiv was für’s Auge!


(*Verlinkungen beziehen sich auf iOS – die hier vorgestellten Apps sind ebenfalls für die Android Plattform zu haben)

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5 Comments

  1. Ich bin das erste Mal hier bei euch und kenne demzufolge auch nicht den alten Look eures Insta-Accounts. Da ich meinen Blog und auch Instagram nur als Hobby betrachte, oder „Nachschlagewerk“ für meine Erinnerungen mache ich mir gar nicht so viele Gedanken über den Look. Ich finde es allerdings inzwischen irgendwie schade, dass es so professionalisiert ist. Alle haben einen ähnlichen Look und das Auge stört sich dann irgendwann an der Realität. Einerseits gefallen mir natürlich perfekte Inszenierungen, aber andererseits bin ich irgendwie übersättigt von all den perfekten Feeds.
    Naja, ich muss da wohl noch meine ganz private Lösung finden. Aber Dankeschön für das Vorstellen der Apps, vielleicht freunde ich mich ja doch irgendwann mit einem durchgestylten Account an.
    Liebe Grüße
    Charli von https://frischgelesen.de

    • Dominik Reply

      Hey Charli

      danke für deinen Kommentar und deine Gedanken zu dem Thema :). Du hast recht wenn du sagst, dass mittlerweile eine Vielzahl an Feeds existieren die einen ganz bestimmten Look angenommen haben und diesen auch verfolgen. Auch was die Inszenierungen angeht gebe ich dir recht.

      Auch wir haben das ein oder andere Bild gezielt so gestellt – also mit voller Absicht. Aber auch weil es uns so besser gefällt. Tatsächlich sind wir beide jetzt auch stolz auf unsere Arbeit und freuen uns selbst darüber, wie es jetzt aussieht. :D. Ich habe das ja schon geschrieben. Für meinen Teil – und zum Schluss unsere gemeinsame Entscheidung – bin jemand der diese Art der Feeds sehr gerne mag, vorallem wenn sich das Farbshema wiederholt und stimmig ist. Aber du hast recht, die Qualität, die Bearbeitung sollte definitiv nicht alles sein – sondern der Inhalt. 😀 – Der Look darf das dann aber gerne unterstreichen.

      Was die Realität angeht – die möchte ich gar nicht verändern – vielleicht aber akzentuieren und Details hervorheben. Ich hatte im übrigen zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass dein Blog nicht stimmig wäre – im Gegenteil. Das passt genau so wie es ist wenn es vorallem dir gefällt. Dann ist die ganze Sache auch rund und ehrlich … Mach weiter so :)!

    • Hi Charli,

      ich geb dir auch recht. Irgendwie schade, dass alles so einheitlich wird wenn es um die Inhalte geht. Vor Kurzem hab ich aber trotzdem was interessantes gesehen. Ein Account – ich kann mich allerdings nicht mehr daran erinnern wie der hieß… auf jeden Fall hat die Person immer jedes Bild in Schwarz/Weiß und danach in Farbig gepostet. Vielleicht wäre es ja auch mal interessant, wenn man das Konzept adaptiert, aber stattdessen das bearbeitete Bild postet und direkt die originale Version dahinter packt.

      Danke für dein Feedback!
      Nora

  2. Oh, Dankeschön gleich zwei Antworten, freut mich echt. Ist ja nicht immer so, dabei kommentiere ich so gern, weil ich den Austausch liebe. 🙂
    Das mit den Schwarz/Weiß Fotos und dann als farbige Variante finde ich cool. Solche Art von rotem Faden hat in meinen Augen wieder etwas Künstlerisches. Ich folge auch so einem japanischem Pärchen, die sich immer im gleichen Farbschema kleiden. Die Fotos sind in ihrer Konstanz immer überraschend, obwohl sie eigentlich immer ähnlich sind. Klingt jetzt komisch, aber ich denke, ihr versteht was ich meine. 🙂
    Naja, vielleicht mache ich irgendwann mal wieder meinen Frieden mit Instagram. Aber ich bin oft etwas traurig, wenn ich ein wirklich richtig cooles Bild (also in meinen Augen) poste und es interessiert eigentlich keinen und ein „olles“ Selfie dann wieder total viel geliked und kommentiert wird.
    Wünsche euch noch einen schönen Abend!
    LG Charli von https://frischgelesen.de

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