Traveling Solo. Alleine im Ausland – All by myself…

Seit ich bei der Lufthansa arbeite, bin ich sowieso sehr viel alleine unterwegs. Aber hier sind ja immer meine Kollegen mit dabei. Auch wenn ich im Layover ganz oft nur für mich bin, bin ich trotzdem nie so wirklich alleine. Es ist einfach immer jemand da, den ich im Notfall kontaktieren könnte. Deswegen zählt meine Arbeit auch nicht so wirklich – nicht 100 Prozentig in diese Kategorie.

Meine erste Reise, bei der ich so richtig alleine war ging nach Chicago. Auf eine Messe sollte ich gehen und war etwas länger dort um mir auch noch die Stadt anzusehen. Und hier unterscheiden sich vermutlich dann auch die Gemüter. Tatsächlich habe ich mich nämlich tierisch darauf gefreut das alles Alleine machen zu dürfen. Nicht weil ich nicht gerne jemanden bei mir habe, sondern eher, weil ich wusste dass mich diese Erfahrung reifer machen würde. Ich wollte schon immer alles alleine können – deshalb nehme ich auch ungern die Hilfe von anderen an. Natürlich nicht weil ich es nicht schön finde, wenn mir jemand seine Hilfe anbietet, sondern eher weil es mich frustrieren würde, wenn ich das was ich mir in den Kopf gesetzt habe nicht auch so schaffen wurde. Kurz vor Abreise war ich dann aber doch etwas nervös. Wenn man alleine reist, dann ist man nämlich auch alleine dafür verantwortlich, wenn etwas schief läuft 😀 Aber kaum im Flugzeug drin, war das aber wieder vergessen und die Reise konnte beginnen.

In Chicago angekommen habe ich dann zwei Dinge festgestellt. Zum einen, dass es unglaublich einfach ist wenn man alleine unterwegs ist, weil man in seinem eigenen Tempo sein darf und auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Man kann so viel Laufen wie man will. So lange Shoppen wie man will. Und das essen auf was man gerade Lust hat – auch wenn es 5x das gleiche sein sollte. Und zum anderen habe ich noch gelernt, dass es sich trotzdem auch komisch anfühlt, weil man die erlebten Dinge einfach mit niemandem teilen kann. Manchmal fühlt es sich dann an, als wäre es nicht wirklich passiert, weil da eben niemand ist der den Moment mit einem erlebt und ihn zu etwas besonderem macht. Und genau das ist der Grund weshalb ich zwar keine Hemmungen habe allein im Ausland zu sein, aber trotzdem am liebsten mit Dominik, meiner Familie oder Freunden verreise.

PS: natürlich kommt es auch immer ganz darauf an, was man denn im Ausland macht und zudem kann man da ja auch Leidensgenossen kennenlernen. Gerade in Hostels oder Bars und Cafés – von daher würde ich es trotzdem wirklich jedem empfehlen.

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