Fussel – meine geliebte Katze war drei Wochen bei uns in Berlin zu besuch. Jetzt wirst du dich vielleicht fragen: Wieso hat sie IHRE Katze denn nicht einfach direkt mitgenommen – vor allem wenn Sie das Tier so liebt? Und das ist auch eine gute Frage. Leider lässt sich das auch ganz leicht beantworten. Leider aus einem Grund – weil es für den kleinen Wurm eben besser bei meinen Eltern ist. Da wohnt er schon seit knapp 13 Jahren und da darf er auch raus. Auch wenn er den ganzen Tag nur in unserem Hof liegt und da sein dickes Bäuchlein sonnt, darf er draußen einfach tun was immer er möchte und kann seine Freiheit genießen. Zudem liebt ihn meine Mutter (und mein Vater, auch wenn er es nicht zugeben will :D) sehr. Sie hatte sogar Heimweh nach ihm, als er vor Ihrem Urlaub nur einen Tag lang nicht im Haus war.

Aber trotzdem darf ich die Zeit in der mein Wurm jetzt bei uns war, ja schön finden. Und genau das war sie auch. Wahnsinnig schön und leider auch super schnell wieder vorbei. Das Blöde an der Sache ist nur, dass es sich jetzt so unglaublich leer in der Wohnung anfühlt. Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn da etwas durch die Wohnung tabst, was auf einen wartet. Er hat unsere Wohnung noch gemütlicher gemacht und ohne es zu wollen, hat er uns alle irgendwie mehr zusammengebracht. Ich weiß nicht, ob du auch ein Tier hast, aber für mich gehört ein Haustier schon immer dazu. Denn seit ich denken kann, hatten wir einen flauschigen Freund im Haus. Das ist jetzt erste Mal in meinem Leben dass kein Haustier um mich herum ist. Als ich noch ein Kind war, hatten wir Hasen und danach kam dann eben mein Fuzzi zu uns. Das Verrückte an der Sache ist, dass ich zwar gerne auch in Berlin ein Haustier hätte, aber ich will meiner Katze ja auch nicht fremdgehen – auch wenn das jetzt wirklich verrückt klingt!

Aber immerhin hat es Fussel geschafft, dass auch Dominik seine Rolle als zukünftiger „Katzenpapa“ akzeptiert und lieben gelernt hat. Denn auch das stand vor Fussels Besuch ja noch in den Sternen. Es hätte durchaus sein können, dass er mit Katzen einfach nichts anfangen kann. Aber auch er vermisst ihn schon und fand den Abschied schmerzhaft. Gestern sind wir alle drei gemeinsam von Berlin zurückgefahren um ihn wieder in sein Territorium zu bringen und eben mussten wir uns wieder von ihm verabschieden. Dominik fliegt wieder nach Berlin und muss in die leere Wohnung zurück und ich muss am Flughafen sitzen und warten, ob ich noch einen Flug bekomme. Ich habe nämlich jetzt Standby – Rufbereitschaft.

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