Ich mache mir zu viele Gedanken darüber, was ANDERE jetzt über mich denken.

Confidence – dieses eine Wort, das im Englischen so viel mehr bedeutung hat und irgendwie im Deutschen auch nicht so richtig rüberkommt. Übersetzen kann man es mit „Sicherheit“ oder wenn man einfach von sich oder auch etwas überzeugt ist. Wenn jemand so richtig von sich überzeugt ist, dann finde ich die Person eher unsympathisch. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich das irgendwie beneidenswert finde, weil ich genau dieses Selbstbewusstsein auch gerne hätte. Aber trotzdem klingt das alles erstmal irgendwie negativ. Oder?

Natürlich kommt das auch immer darauf an, wie man das auslebt. Ein anderes Wort wäre noch, sich wohlfühlen. Und das ist in der Regel eine sehr positive Sache – eine Sache um die man allerdings auch kämpfen muss. Eine Sache, die nicht immer Konstant ist – sich von Tag zu Tag ändern kann und vorallem auch davon abhängig ist, wo man sich befindet und natürlich wer so dabei ist.

Ich bin vielleicht an 1-3 von 10 Tagen Confident – mit mir zufrieden. Mit dem zufrieden was ich an habe, oder wie ich aussehe. Und ich weiß, dass es ganz vielen Mädels genauso ergeht. Natürlich variiert diese Zahl auch. Manchmal fühle ich mich besser, und manchmal sehr viel schlechter. Manchmal fühle ich mich morgens noch grandios und während der Tag so vergeht ändert sich meine Meinung. Auf einmal fühle ich mich in meiner eigenen Haut nicht mehr wohl. Würde am liebsten nach Hause gehen und mich umziehen, oder einfach gleich auf der Couch bleiben. Und ja, ich gehöre sogar zu der Sorte, die gerne mal noch das Lieblingskleid in der Tasche dabei hat. Dominik versteht das absolut nicht. Er kann nicht nachvollziehen, dass mir das wirklich die Laune verderben kann, weil ich mich schlichtweg unwohl fühle… Schlimm… Und warum? Weil ich mir zu viele Gedanken mache.

Ich mache mir zu viele Gedanken darüber, was ANDERE jetzt über mich denken. Und genau das ist auch der Grund, warum ich immer das gleiche trage. Oder mir zumindest immer die gleiche Art von Kleid, Hose und Oberteil kaufe. Ich bin selten an Trends interessiert – weil ich einfach nicht will, dass jemand mein Outfit bewertet. Deshalb verkrieche ich mich einfach gern in der Art Kleidung, die sich bewehrt hat.

Und dann kam da plötzlich so ein kleiner Wurm in mein Leben, der mich – nötigen ist das falsche Wort…eher ermutigt Neues zu probieren. Eine Person, die mir den Mut gibt etwas anderes zu tragen und zu kaufen und mein Selbstbewusstsein etwas aufbaut. Step by Step. Dank Dominik ist mein Schrank jetzt nicht zwingend voller, aber dafür haben sich einige Teile eingeschlichen, die ich vor ihm vermutlich niemals ausgewählt hätte. Eines davon hatte ich dann gleich zu Hause, also bei uns auf dem Dorf mit dabei und mit Stolz dort auf einem Geburtstag gerockt. (Einteiler – mit weißem Streifen auf den Seiten – Mama Approved) Bis drei meiner Freunde kamen und mir innerhalb von Sekunden mein „gutes“ Gefühl wieder genommen haben und sich über meine Klamotte lustig machten. Ohne darüber nachzudenken, was so eine Aussage wohl mit mir und meinem Körpergefühl anrichten könnte. Innerhalb dieser Sätze war für mich allerdings schon alles geklärt. Ich wollte eigentlich direkt wieder heim. Mich umziehen, oder eben direkt im Bett zu bleiben.

Meine Unsicherheit hat mir verrückter weise den Abend ruiniert und deshalb hoffe ich, dass mir das irgendwann nicht mehr so passieren wird.

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