Vor hatten wir das schon – theoretisch – also zumindest schon ganz oft daran und darüber nachgedacht. Bis es dann allerdings soweit war ist eine ganze Menge Zeit in Land gegangen. Sind wir mal erhlich – eilig hatte es von uns beiden keiner so wirklich – warum denn auch – das bisschen Post kommt ja meistens so oder so an. Immerhin hatte ich das Prozedere und den damit verbunden Aufwand schon einmal hinter mich gebracht als ich von Mannheim nach Berlin Kreuzberg gezogen bin. Der ein oder andere wird es bis hierher schon erraten haben worüber hier geschrieben wird – richtig – Vom Um- bzw. Anmelden des Wohnsitzes in Berlin.

Nora und ich sind mit einer kleinen zeitlichen Verschiebung nach Berlin gezogen – sie nach Friedrichshain und ich zunächst mal nach Kreuzberg in eine WG. Und bereits damals wurde das Thema Ummelden angesprochen worauf hin ich mir dann online über die Website einen Termin gebucht habe und zwar auch schön in einem der Bürgerämter die für den Stadtteil Kreuzberg ausgewiesen waren. Das war so Ende Januar, Anfang Februar. Mein Termin war dann Ende März?? – wtf??!!

Ist wohl gar nicht mal so einfach wenn man sich mal eben schnell in Berlin anmelden oder ummelden möchte. Allerdings hat man dann die Sicherheit, dass man seinen Termin auch ohne längere Wartezeiten wahrnehmen kann. Was ich dann doch ganz nett fand.

Mitte April bin ich dann von Kreuzberg nach Friedrichshain gezogen. Wohin? – Guess what ;)! – Ich habe mich geschickt in das leer gewordene Zimmer in Nora’s WG eingesneakt – wie praktisch. Seitdem war das Ummelden für mich – und weil Nora es bis dahin immer noch nicht geschafft hatte sich anzumelden – auch für sie wieder brandaktuell.

Wenn man sich dann aber nicht wirklich die Mühe macht und sich frühzeitig einen Termin online reserviert gibt es da ja aber noch die spontane Variante. Man kann an einem Mittwoch Abend einfach mal beschließen am darauf folgenden Tag so richtig früh aufzustehen um dann zu versuchen persönlich bei einem der Bürgerämter, am Schalter, ein Ticket zu ziehen. Klingt Naiv?! – Zumindest kam es uns dann heute morgen um 7.30 auch so vor. Auch die Motivation mitten in der Nacht aufzustehen und sich in eine mögliche Schlange zu stellen war dann eher gegen null. Aber dann noch mal vertagen? Auch keine Option. So what?? – Am Ende ist es dann Google – der Ratgeber in der Not.

Es spielt in Berlin zum Glück keine Rolle in welchem der gefühlt hunderttausend Bürgerämter man mit seinen Anliegen vorstellig werden möchte – wenn man dann dazu noch eine kleine Rundreise durch Berlin in Kauf nehmen möchte ist die erste Vorraussetzung schon mal geschaffen noch am selben Tag irgendwo einen Termin zu bekommen. Aber wie nun ;)? Die Serviceseite „Terminvereinbarung bei Berliner Behörden“ aufrufen – dann bis durch zur Kalenderansicht der Terminvergabe klicken und wie ein Verrückter den Refreshbutton mißbrauchen – also die Seite solange reloaden bis am heutigen Tag eine freie Option zum Vorschein kommt. Warum das Funktioniert? Weil es tatsächlich Menschen gibt die sich einen Termin reserviert haben – eventuell ewig darauf warten und dann – OH NO – ihn aus Gründen doch nicht wahrnehmen und ihn wieder freigeben können. Kleiner Tipp – man sollte die Aufwachphase überstanden haben weil es dann um Sekunden geht – glaubt mir – Ihr seid nur einer von verdammt vielen, die auf diese Weise auf einen spontanen Termin geiern 😀

Nach dem fünften Anlauf, endlosem reloaden der Seite, und ettlichen Rückmeldungen des Servers, man solle sich doch bitte ein wenig beruihgen hat’s dann doch geklappt – Termin gesichert – noch mal ne Stunde aufs Ohr geschmissen – und im Anschluss 45 Minuten durch Berlin auf ein Bürgeramt XY … halt Stopp!! Hier der nächste Tipp: Lest vorher aufmerksam die Adresse der Ziellokation. Ihr verhindert damit einen eventuellen Sprint von einer Ecke der Stadt in die nächste weil euch vielleicht nur noch 10 Minuten bis zum Termin bleiben 😀

Und am Ende dann doch alles gut … Stempel in den Pass – Aufkleber in den Perso … Dominik und Nora – angekommen – endlich Berliner! ok ok … Wahlberliner 😉

cheerio

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