8 Uhr… Aufstehen. Nach Mannheim zum Bahnhof. Mit dem ICE nach Frankfurt. 11:40 Uhr… Briefing und danach mit der Boing 747 nach Osaka, Japan.

Der Flug dauert so um die 10 Stunden. Im Hotel angekommen, war ich dann schon um die 18 Stunden wach – das ist noch ganz in Ordnung. Der Zeitverschiebung sei Dank war es vor Ort aber gerade mal 10 – also noch früh am Morgen. Ich war noch nie Fan vom sich nochmal kurz hinlegen. Das funktioniert bei mir nicht und zudem fühle ich mich nach einem Powernap, oder einem ausgewachsenen Mittagsschlaf noch furchtbarer als davor. Hieß also gleichzeitig dass ich nur kurz im Zimmer war um die Uniform loszuwerden. Ein konkretes Ziel hatte ich diesmal nicht im Kopf. Die angeblichen Highlights der Stadt hatte ich schon gesehen, also bin ich einfach so drauf losgelaufen. Irgendwie am Schloss entlang in Richtung Wasser. Mein nicht vorhandenes Ziel hat mich dann direkt in einen kleinen  Park geführt. In dem wars dann doch irgendwie schön. Das war der erste Moment. In dem Moment dachte ich dann doch nochmal über meine Entscheidung nach – denn eigentlich mochte ich Japan doch überhaupt nicht.

Im nächsten Moment war ich dann auch schon in einem Supermarkt. Damit konnte man mich schon immer und bedingungslos überall begeistern. Aus irgendeinem Grund faszinieren mich Supermärkte – vor vor allem aber die im Ausland. Also fand ich mich plötzlich im zweiten Moment wieder in dem ich irgendwie fasziniert war.

10 Kilometer später lag ich dann auch endlich in meinem Bett und da noch relativ früh war, grübelte ich was ich denn am nächsten Tag so machen könnte. Letzten Endes hatte ich zwei Optionen. Beide gefielen nicht so wirklich. Bei einer der Optionen sah ich mich verloren und alleine durch Japan irren und bei der nächsten langweilte ich mich, weil ich doch wieder das gleiche machen würde, was ich hier schon die letzten beiden Male gemacht hatte. Und schon sehnte ich mich wieder nach anderen Städten und schlummerte genervt ein.

Ich weiß nicht genau was mich an dem Morgen so motivierte, aber ich wachte auf und hatte das Bedürfnis nach Kyoto zu fahren. Da ich nicht länger über diesen Sinneswandel nachdenken wollte (sonst ändert man seine Meinung ja doch wieder) bin ich blitzschnell raus und hab mich einfach auf den Weg gemacht. Danke Google Maps war das auch erstmal relativ einfach. Und plötzlich war da auch schon der nächste Moment. Das Bahnfahren war irgendwie ganz witzig und nett. Nicht zu voll und angenehm gekühlt – so lob ich mir das. Und kaum in Kyoto angekommen hatte mich Japan dann für sich gewonnen. Denn hier ist es dann wirklich schön. Und das, obwohl ich mich auch hier ganze 5x verlaufen hatte und WLAN los für einen kurzen Moment verloren war.

Trotzdem gibt es auch jetzt noch Dinge, die ich nicht so mag und das wird sich vermutlich auch nie ändern. Zum einen sind es diese ganzen Tiercafés. Es gab ein Igelcafé, ein Waschbärcafé, etliche Katzecafés und sogar eines mit Uhus. Seltsam.

Und vom Essen bin ich auch eher nicht begeistert. Ich hab das Gefühl, die Japaner essen permanent Fisch und glibberige Sachen.

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