Ich war in Florida – zuerst um mir die Golfküste anzusehen und dann noch um mich auf einer Messe mit unseren Partnern zu treffen. So gefällt mir das, wenn man den Spaß mit der Arbeit verbinden kann.

Nach einer erholsamen ersten Nacht ging es dann in Naples vom Inn on Fifth direkt in die Everglades. Das hat nichtmal ne Stunde gedauert und schon war man weit weg von der Zivilisation im herrlichen, teilweise unentdeckten Park – in den Everglades. Ich war jetzt schon öfter hier und habe daher auch schon viel gesehen, aber meist saß ich da in einem größeren Gefährt. Die typischen Airboot Touren machen zwar beim ersten Besuch auch Spaß, sind aber mit der Tour die wir gemacht haben, nicht zu vergleichen.

Man war der Natur so viel näher und fühlte sich im Kayak eher als Gast und nicht wie ein Eindringling – Es war leise, langsam und man merkte bei jedem Satz wie wichtig es dem Guide war, seine Message an den Mann zu bringen. Der Sinn der Touren ist nämlich hauptsächlich, dass man mehr über die außergewöhnliche Flora und Fauna der Everglades lernt und versteht wie wichtig dieses Ökosystem ist. Natürlich verdienen Sie damit auch ihr Geld, aber im Vergleich zu den Airboot Touren, geht es darum die Natur besser verstehen zu können um sie somit gleichzeitig mehr zu respektieren und sie zu schützen.

Ich gebs zu, zu Beginn war ich (tierisch) nervös. Um ehrlich zu sein hatte ich feuchte Hände, einen rasenden Herzschlag und man konnte mir vermutlich ansehen, dass ich aufgeregt und beängstigt war. Man sitzt ja nicht alltäglich in einem wackeligen, kleinen Boot und ist von Alligatoren umgeben. Nach den ersten 10 Metern war meine kleine Panikattacke jedoch vergessen und ich konnte die Fahrt durch den Tunnel der Mangroven richtig genießen. Lag vielleicht auch daran, dass uns der Guide erzählte, dass er neben den Kayak-Touren auch noch sogenannte Swamp-Walks anbietet. Hier ist mal also nichtmal von einem Boot geschützt, sondern wandert direkt durch die Sümpfe. Vor einigen Tagen konnte ich mir das noch nicht vorstellen, mittlerweile steht es allerdings doch auf meiner Bucketlist.

Neben den Alligatoren haben wir sogar Manatees gesehen. Das war für mich ein absolutes Highlight da ich den dicken, zurückersüßen Tieren noch nie zuvor begegnet war. Normalerweise bin ich ja immer für Tierbeobachtungen zu haben, muss aber zugeben dass ich sehr froh war, dass uns die Gesellschaft von Schlagen erspart blieb. Ich kann Schlagen wirklich nicht leiden. Von weitem kann ich Sie zwar ertragen, aber ich genieße die Tiere eher mit großem Sicherheitsabstrand. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wir uns Tage später noch aus nächster Nähe aufeinander treffen würden…

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