Es ist passiert. Ich bin verliebt. Verliebt in eine Stadt, die tagtäglich gegen die fiesesten Vorurteile kämpfen muss. In eine Stadt die, wenn man das Ganze verallgemeinert, nicht zu den schönsten gehören soll und in der man sich angeblich schnell verloren fühlt. Gut, das mit dem Verloren fühlen, das kann schon sein. Obwohl hier auch eher verloren sein, als sich verloren fühlen passt. Denn verlaufen, verfahren und verirren kann man sich eigentlich an jeder Ecke und in absolut jedem Teil. Auch wenn man sich bemüht in anderen Dimensionen zu denken, ja selbst dann setzt LA noch einen drauf.

Aber jetzt von vorne. Ich packte also mein Köfferchen und zusammen mit einer Freundin ging das Abenteuer los. Wir hatten knapp 3 Wochen Zeit um den Süden Kaliforniens zu erobern, zu durchforschen und möglichst viel Neues kennenzulernen. Egal ob die Menschen, deren Kulturen, andere Orte, oder das Essen. Wir wollten alles machen und alles wissen. Wollten sehen wie sich das Leben dort anfühlt und uns von den Highlights der Region treiben lassen. Ich denke, das ist uns auch ganz gut gelungen!

Insgesamt waren wir ganze 10 Tage in der LA-Area. Nicht zusammenhängend und, auch wenn es keiner glauben mag, im Nachhinein viel zu kurz. Es gibt einfach zu viel zu sehen und auch nach diesen 10 Tagen habe ich nur einen Bruchteil von dem gemacht, was ich eigentlich machen wollte.

Eines weiß ich jetzt aber ganz sicher: Es gibt Vorurteile, die ich so nicht unterschreiben würde. Dinge die der Wahrheit entsprechen und anderes, über das man sich streiten kann. Allerdings bin ich auch fest davon überzeugt, dass sich hier jeder wohlfühlen kann und man, wenn man sich gut informiert, recherchiert und auf die eigenen Bedürfnisse hört eine super Zeit haben kann.

Was ist wichtig für die Reise nach Los Angeles

1. Ganz klar, man braucht ein Auto. Wie gesagt, man unterschätzt die Dimensionen schnell und gerade die Touristenattraktionen sind weit über die Stadt verteilt. Sparfüchse sollten sich immer nach günstigen Parkhäusern und Parkmöglichkeiten informieren. Ansonsten kann ein Tagesausflug schnell teuer werden.

Ganz wichtig beim Thema „Auto“ ist auch das Thema „Rushhour“ – Am besten mal bei einem Local nach den Zeiten fragen und möglichst davor, oder danach die eigenen Fahrt planen. Zur Rushhour will keiner fahren und trotzdem hat man das Gefühl, als würde es jeder machen.

2. Wer doch kein Auto möchte, oder glück hatte und einen kostenlosen Parkplatz erhaschen konnte und den nie wieder hergeben will, der sollte sich mit der UBER App vertraut machen – gerade hier macht die App Sinn und war auf unserer Bucketlist ein absolutes Highlight. Man lernt schnell nette Leute kennen und die Fahrt wird durch die App von der Kreditkarte abgebucht. So ist der Preis von Anfang an klar und ändert sich auch nicht, wenn man wieder im Stau stehen sollte. Natürlich kann man auch mit Bus und Metro fahren – da wir das nicht versucht haben, kann ich hier aber nicht weiterhelfen.

3. Informiere dich über die verschiedenen Stadtteile. Es gibt 5 große Stadtteile, darunter „The Valley“, das berühmte „Hollywood“ das so viel mehr als nur der „Walk of Fame“ und das Hollywood Sign ist, es gibt „Downtown“, „Westside“ und die  „Beach Cities“. Um nochmal kurz auf die Dimensionen zurückzukommen. Allein die Küstenfläche von Los Angeles beträgt ca. 75 Meilen, also an die 120 Kilometer. Abartig! Hier findet man sowohl Malibu, als auch Santa Monica, Venice Beach, Long Beach, Manhattan Beach, Hermosa Beach und vieles vieles mehr.

4 .Wer denkt, er könne hier schön durch die Straßen schlendern wie man das beispielsweise in San Francisco macht, der wird schnell enttäuscht. Spazieren kann man hier allenfalls in den Gegenden, in denen man Shoppen geht, oder eben am Strand. Ansonsten fährt man gezielt irgendwo hin um dort zu wandern, oder sich die Beine zu vertreten.

Tatsächlich glaube ich, dass jeder hier eine wahnsinnige Zeit haben kann, wenn er sich im Voraus nur gut über die einzelnen Stadtteile informiert und sowohl gute Restaurants, als auch Szenenviertel notiert, die er sehen will.

Denn Los Angeles kann alles sein: wunderschön, unterhaltsam, fremd, verstörend, witzig, chaotisch, pulsierend, verzaubernd und absolut begeisternd. Man muss es nur zulassen und sich öffnen und dann merkt man auch schnell wieso so viele Menschen die Stadt ihr Zuhause nennen.

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